Mein Bravourstück auf dem Fahrrad

Mein Bravourstück auf dem Fahrrad

„Angefangen hat es mit einer eher zufälligen Äußerung meines Hausarztes, mit dem ich auch befreundet bin. Er lud mich damals ein, doch mal in sein Ferienhaus in der Eifel zu kommen, um dort einige Tage einfach zu entspannen. Das war nach meiner Operation und der anschließenden Reha – fast 30 Jahre ist das her.“

Mit diesen Worten beginnt die Schilderung des inzwischen 66-jährigen Manfred Beck*. Von da an lernte der an einem Hypophysenadenom und an Morbus Bechterew erkrankte Familienvater die Eifel lieben – mehr noch: Er eroberte sie förmlich. Als Herr Beck seine „Urlaubstage“ in dem Ferienhaus verbrachte, las er in einem Reiseführer, dass sich die klimatischen Verhältnisse in der Umgebung von Blankenheim bei endokrinen Erkrankungen positiv auf betroffene Menschen auswirken können. Er erinnert sich zurück: „Ich hab mich in diesen Tagen richtig wohlgefühlt, und meine Kopfschmerzen waren auch wie weggeblasen. Und dann wurde aus der vorgesehenen Erholung mehr oder weniger ein Aktivurlaub. Ich erwanderte mit meiner Frau und unseren vier, damals noch kleinen Söhnen die Landschaft um Blankenheim.“

Es war der Beginn einer weiteren Freundschaft – der mit der Eifel: „Wir kauften uns damals einen Wohnwagen, groß genug für sechs Personen, und fuhren so oft es ging quer durch die Eifel. Anfangs wanderten wir dort viel, bis hin zu 20 Kilometer am Tag, und daraufhin habe ich auch einige Lehrgänge zum Wanderführer besucht. Zum Höhepunkt meiner Wanderkarriere motivierte mich mein Arzt und Freund. Gemeinsam trainierten wir für ein ganz besonderes Erlebnis: über 300 Kilometer, 15 Tagesetappen mit dem Rucksack auf dem Eifelsteig von Aachen bis Trier."

Später dann wurden aus den Fußmärschen ausgedehnte Radtouren: „Über Jahre habe ich auf dem Fahrrad trainiert, von Woche zu Woche mein Pensum langsam gesteigert, um die Kondition zu haben, auch mal längere Radtouren zu machen. Mein Bravourstück“, lächelt Manfred Beck, „habe ich in den 80er-Jahren mit meinen Söhnen gemacht: Vom Erftkreis – da wohne ich – bis nach Kulmbach im Fränkischen, von Köln ab erst den Rhein entlang, dann über Frankfurt und Würzburg am Mainufer, mehr als 500 Kilometer waren das.“

Bis heute sind es über 10.000 Kilometer, die Beck mit dem Fahrrad zurückgelegt hat. Doch aus Altersgründen muss er jetzt kürzer treten. Das hindert ihn allerdings nicht daran, auch weiterhin aktiv zu bleiben. So nebenbei hat er sich in Abendkursen zum Hobby-Historiker entwickelt. Jetzt stehen Geschichtsexkursionen auf dem Programm: Der Rhein von Basel bis Amsterdam, die Elbe von Dresden bis Hamburg ... bis nach Sizilien zieht ihn die Antike. „Also wissen Sie“, sagte er uns verschmitzt am Ende seiner eigenen Geschichte, „auch wenn es oft genug hart war, ich habe das Beste aus meinem Leben gemacht. Habe Körper und Geist immer trainiert, um letztlich beides miteinander ideal zu verbinden: fit zu sein und fit zu bleiben für Unternehmungen in Kultur und Natur.“

* Name von der Redaktion geändert.

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